23880613 – Targ-Zahlen schwinden. Sorge um die Arterhaltung wächst

Jagd und rituelle Nutzung führen beinahe zur Ausrottung der Spezies, die wie keine Andere für die klingonische Gesellschaft steht.

Wilder Targ

WISSENSCHAFT

Von: Brianna McKenzie

Qo’noS Die QonoS Wildlife Organisation (QWO) hat  das beliebteste klingonische Haustier, den Targ offiziell  auf die Liste der bedrohten Arten gesetzt. Beunruhigende Nachrichten erreichten uns heute von der klingonischen Heimatwelt. Der Targ, ein Tier, das wie kein anderes ein Symbol für die klingonische Heimatwelt ist droht zu verschwinden. Jüngsten Zählungen zufolge sind die Targ Zahlen im letzten Jahrhundert zwischen 30 und 60 Prozent gefallen. Selbst im Hamar-Gebirge, einst reich an Tieren, ist ein erheblicher Populationsrückgang zu verzeichnen.

Professor Taklar, ein Sprecher der QWO führte den drastischen Rückgang Zahlen auf eine Kombination aus Verlust des Lebensraums und unkontrollierter Jagd zurück.

„Der Targ ist ein vielseitiges Tier“, sagte Taklar. „Es kann trainiert, domestiziert und gezüchtet werden. Seine Milch wird in unterschiedlichen Getränken verwendet. Das Fett der Kreatur kann für die Herstellung von Kerzen und Kosmetikprodukten genutzt werden. Das Fell wird in der Bürstenproduktion und zur Herstellung zeremonieller Kleidung eingesetzt und der Mist ist ein Hochleistungsdünger, auf den manche Kolonien angewiesen sind.“

Traurigerweise scheint die Vielseitigkeit des Targ auch der größte Feind des Tieres zu sein, ebenso wie die Tradition, das Tier für bestimmte Zeremonien zu opfern. So ist es üblich, das Targherz in einer rituellen Feier zum „Tag der Ehre“ zu verspeisen. Ebenso ist es üblich auf klingonischen Hochzeiten einen Targ zu opfern.

Dies birgt in einer sich allmählich verändernden Gesellschaft ein hohes Konfliktpotenzial. Wo einst das Hochzeitspaar selbst auf die Jagd ging, wurde diese Tradition nun durch professionelle Jäger abgelöst. Besonders in den reicheren Häusern ist es inzwischen üblich, einen Targ von speziellen Jägern liefern zu lassen.

„Heutzutage wird viel Wert auf traditionelle Zeremonien gelegt, was sehr zeitaufwendig sein kann“, erklärte Jon’tok, ein solcher Targjäger. „Ihr gewünschter Targ wird geliefert, damit sie nicht selbst auf die Jagd gehen müssen. So beschleunigen sie das Verfahren ungemein.“

Da der unglückliche Vierbeiner auch sportlich gejagt wird, ist es kein Wunder, dass die Zahlen in der freien Natur rückläufig sind. In den letzten Monaten haben sich außerdem zweifelhafte Praktiken ergeben. Seit Neustem werden Geräte an Bodenfahrzeugen befestigt, sogenannte Targ-Schaufeln, mit denen direkt ganze Herden getötet werden können.

„Die Klingonen haben ihre Tierwelt immer mit wenig Respekt behandelt“, behauptet Leif DuBois, ein Mitglied der föderationsweiten Umweltbewegung Soul System, „aber es ist Zeit für das klingonische Volk aufzuwachen. Durch die Ausrottung der Targs zerstören sie ein Ökosystem auf Qo’noS, das sich in Millionen von Jahren entwickelt hat.“ Professor Taklar drückte seine Gefühle auf eher klingonische Art und Weise aus. Für uns ergänzte er seine Ausführungen. „Unser stolzes Kriegervolk hat viele großartige Erfolge gehabt, darunter auch die Eroberung der Sterne. Wir müssen aber jetzt aber zurück auf unsere Heimat blicken und unsere langjährigen Traditionen ehren“, sagte er. „Wenn der Hohe Rat nicht ehrenvoll handelt und entsprechende Gesetze auf den Weg bringt, ist der totale Verlust der Spezies unausweichlich.“